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2. Indirekte Diagnose: Suche nach Eiern (Nissen)
Kopfläuse kleben ihre etwa stecknadelkopfgroßen Eier seitlich an die Haare in der Nähe der Kopfhaut. Die Gegend im Nacken und hinter den Ohren wird bevorzugt, da die geschlüpften Läuse dort leichter Nahrung finden. Läuse-Eier können nicht weglaufen, aber sie sind sehr klein und leicht zu übersehen, außerdem können sie mit Schuppen verwechselt werden. Die Suche nach Eiern ist ein sinnvolles Diagnoseverfahren, wenn ein geübter Untersucher mit wenig Aufwand einen Erstbefall feststellen will. Sie eignet sich deswegen für die Untersuchung von Kinderköpfen in der Schule oder im Kindergarten. Aber Vorsicht: Ist die Infestation noch frisch und wurden erst wenige Eier gelegt, kann der Befall leicht übersehen werden. Nochmal Vorsicht: Häufig wird überdiagnostiziert, wenn Eier aus einem bereits überwundenem Befall gefunden werden.
Die Methode ist nicht geeignet, um einen Behandlungserfolg zu prüfen oder eine Wiederansteckung nach kurzer Zeit festzustellen, denn die Eier der ersten Infestation bleiben bei der Behandlung an den Haaren und es ist mit Hausmitteln nicht möglich, volle Eier von leeren, lebendige von toten zu unterscheiden. Liegt ein Kopflausbefall länger zurück, wird wegen des Wachstums der Haare der Abstand der Eier zur Kopfhaut größer. Ein länger zurückliegender Befall kann deswegen von einem aktuellen unterschieden werden. Als Faustregel gilt: Eier mit einem Abstand von 1cm oder mehr von der Kopfhaut sind entweder leer oder abgestorben.
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